»Wie ein Geisterfahrer« Österreich meldet »massive« Luftraumverletzung durch Nato-Flugzeug

Österreich ist kein Mitglied der Nato – arbeitet aber mit der Militärallianz zusammen. Nun flog eine Maschine ein Manöver im Luftraum des Landes. Das ging der Regierung in Wien entschieden zu weit.
Eine C-17 bei einer älteren Nato-Übung mit Fallschirmspringern (Archivbild von 2011)

Eine C-17 bei einer älteren Nato-Übung mit Fallschirmspringern (Archivbild von 2011)

Foto: ALESSANDRO GAROFALO/ REUTERS

Eine Boeing C-17 der Nato hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Wien den österreichischen Luftraum »massiv« verletzt. Die Maschine überflog demnach am Freitag den Attersee in der Nähe von Salzburg in einer Höhe von 1000 Metern statt in der vorgeschriebenen Flughöhe von rund 10.000 Metern. Das Flugzeug habe sich »wie ein Geisterfahrer auf einer Autobahn« verhalten und die Luftfahrt massiv gefährdet, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Zwei österreichische Eurofighter eskortierten das Transportflugzeug aus dem Luftraum nach Ungarn, wo die C-17-Flotte der westlichen Militärallianz Nato stationiert ist. Solch eine schwere Luftraumverletzung habe es in den vergangenen 20 Jahren in Österreich nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Österreich ist selbst kein Nato-Mitglied, arbeitet aber im Rahmen einer besonderen Partnerschaft mit dem Militärbündnis zusammen.

mrc/dpa
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