Gespräche mit Grünen und FDP Scholz bekräftigt Auftrag für Ampelkoalition

Grüne und FDP wollen mit der SPD über die Bildung einer Ampelkoalition sprechen. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten begrüßt die Entscheidung und spricht von einem gemeinsamen Auftrag der drei Parteien.
SPD-Kanzlerkandidat Scholz: »Und morgen geht's dann los«

SPD-Kanzlerkandidat Scholz: »Und morgen geht's dann los«

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Michael Kappeler / dpa

Olaf Scholz hat sich erfreut über die geplante gemeinsame Sondierung mit FDP und Grünen gezeigt. Die Bürgerinnen und Bürger hätten der SPD einen Auftrag gegeben, dass eine Regierung zustande komme, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in Berlin. »Es ist jetzt an uns, das auch umzusetzen.« Es gehe um den Fortschritt Deutschlands.

In Angriff genommen werden müssten die wirtschaftliche und industrielle Modernisierung und der verstärkte Kampf gegen den Klimawandel. »Das ist das, was wir nun miteinander bereden werden«, sagte Scholz. »Und morgen geht's dann los.«

»Eine gute Entscheidung getroffen«

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte: »Die beiden möglichen Partner haben eine gute Entscheidung getroffen.« FDP und Grüne hatten bekannt gegeben, dass sie nun zunächst gemeinsam mit der SPD über ein mögliches Ampelbündnis sprechen wollen. Gespräche zur Bildung einer sogenannten Jamaikakoalition mit Union, FDP und Grünen sollen aber weiterhin eine Option bleiben.

SPD-Co-Chefin Saskia Esken zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen werde, eine Gesellschaft des Respekts zu formen. Das Schlagwort vom »Respekt« hatten Scholz und die SPD ins Zentrum ihres Wahlkampfs gestellt.

Zuvor hatten die Grünen und die FDP die Weichen auf eine Ampelkoalition unter Führung von Scholz gestellt. Beide Parteien beabsichtigen, in gemeinsame Sondierungen mit den Sozialdemokraten einzusteigen. Sie luden für Donnerstag zu einem ersten Treffen ein.

Aus der Union kamen unterschiedliche Signale: Während CDU-Chef Armin Laschet weiter Bereitschaft zur Sondierung eines Jamaikabündnisses zeigte, dämpfte der CSU-Vorsitzende Markus Söder die Erwartung, dass es noch zu einer unionsgeführten Regierung kommen werde.

asa/dpa
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