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Finanzminister Scholz hofft auf zweite Chance Vorübergehend machtlos

Olaf Scholz stellt sich bei der schwarzen Null gegen die neue SPD-Führung. Macht er sich Hoffnung auf die Kanzlerkandidatur?
aus DER SPIEGEL 4/2020
Sozialdemokrat Scholz: Gefangen im Zwischenreich aus Alltagsroutine und verzögertem Vorruhestand

Sozialdemokrat Scholz: Gefangen im Zwischenreich aus Alltagsroutine und verzögertem Vorruhestand

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MARC STEFFEN UNGER

Das Willy-Brandt-Haus mit seinen düsteren Fluchten aus Büros und Sitzungssälen gilt einigen in der neuen SPD-Spitze als Denkmal vergangener Größe. Die Atmosphäre weckt Verzweiflung und Überdruss, aber nicht Kreativität und Motivation für einen Neustart. Deshalb versammelte sich das Parteipräsidium rund um die Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am vorigen Sonntag nicht in der SPD-Zentrale, sondern in den lichten Räumen einer parteinahen PR-Agentur.

Auf der Tagesordnung standen Jahresplanung und Teambuilding sowie die entscheidende Frage, wie die SPD endlich wieder in die Offensive kommen kann. Nach mehr als vier Stunden zog die Runde über den Hof zum Abendessen in ein norwegisches Spezialitätenrestaurant.

Doch einer fehlte: der Mann, der auch SPD-Chef werden wollte und von seiner Partei beim Mitgliedervotum Ende November brutal abgestraft wurde. Olaf Scholz, Finanzminister und Vizekanzler, war weder zur Arbeit noch zum Essen geladen. Erst am zweiten Tag der Klausur durfte er dazustoßen.

An Scholz geht in jüngster Zeit manches vorbei. Dabei zählt er als Finanzminister zu den wichtigsten Ressortchefs am Kabinettstisch, als Vizekanzler hält er den bedeutendsten Job der Koalitionspartei SPD.

Doch seit seiner Niederlage hat sich viel geändert im Kräfteparallelogramm der Koalition, erst recht in dem der SPD. Vom Zentrum der Macht ist Scholz an den Rand gerückt, nicht zuletzt an den Rand der Wahrnehmung. Die Schlagzeilen bestimmt das neue Führungsduo. Scholz ist nicht mehr mittendrin, sondern nur noch irgendwie dabei.

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