Opec-Prozess 14 Jahre Haft für Klein?

Im Frankfurter Opec-Prozess hat die Staatsanwaltschaft 14 Jahre Gefängnis für den Exterroristen Hans-Joachim Klein gefordert. Beim Attentat waren 1975 drei Menschen ums Leben gekommen.


Hans-Joachim Klein bei seiner Festnahme am 21. Dezember 1975 in Wien
AP

Hans-Joachim Klein bei seiner Festnahme am 21. Dezember 1975 in Wien

Frankfurt/Main - In ihrem Plädoyer warfen die Anklagevertreter Klein vor, Mitglied des sechsköpfigen Terrorkommandos gewesen zu sein, das am 21. Dezember 1975 die Konferenz der Erdöl exportierenden Länder (Opec) in Wien überfallen hat. Drei Menschen wurden damals getötet, mehr als 70 als Geiseln genommen.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, für Klein könne die Kronzeugenregelung angewendet werden. Für den Mitangeklagten Rudolf Schindler beantragten die Anklagevertreter fünf Jahre Haft wegen Beihilfe zur Anstiftung zum Mord. Schindler habe als führendes Mitglied der "Revolutionären Zellen" in den siebziger Jahren Klein für das Terrorkommando angeworben, das später die Opec überfallen habe. Im Gegensatz zu Klein hatte Schindler in dem Prozess vor dem Landgericht Frankfurt am Main die Aussage verweigert. Klein selbst hat dagegen seine Beteiligung an dem Überfall gestanden.



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