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Streit über Entschädigung für Olympia-Attentat Opferbeauftragter Kober mahnt Lösung an

aus DER SPIEGEL 33/2022

Im Entschädigungsstreit zwischen der Bundesregierung und den Hinterbliebenen der elf israelischen Sportler, die 1972 beim Olympia-Attentat in München von palästinensischen Terroristen ermordet wurden, mahnt der Bundesopferbeauftragte Pascal Kober eine einvernehmliche Lösung an. »Deutschland trägt eine politische Verantwortung, der wir uns stellen müssen, auch und insbesondere im Hinblick auf das einzigartige Verhältnis zu Israel«, sagte der FDP-Politiker. Er wisse, dass es zur Aufarbeitung und zur bisher geleisteten Entschädigung unterschiedliche Sichtweisen gebe – »auch unter den Angehörigen«, so Kober. »Als Bundesopferbeauftragter würde ich mir wünschen, dass gerade auch im Hinblick auf die Zeit, die seit dem Anschlag vergangen ist, eine Lösung gefunden wird, die die Interessen aller Beteiligten bestmöglich vereint«, sagte er. Wie die »Süddeutsche Zeitung« berichtete, unterbreitete Deutschlands neuer Botschafter in Israel, Steffen Seibert, den Angehörigen jüngst ein neues Angebot: insgesamt 10 Millionen Euro, abzüglich der 4,6 Millionen Euro, die die Bundesregierung, der Freistaat Bayern und die Stadt München bereits 2002 zahlten. Die Angehörigen erachten das als zu wenig.

kor
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