Ostermärsche Friedensproteste in gut 50 deutschen Städten

Seit den Sechzigern protestieren Aktivisten bei den Ostermärschen für den Frieden. Auch in diesem Jahr gingen in ganz Deutschland wieder Tausende auf die Straßen.

DPA

Es ist eine Tradition, die in den Sechzigerjahren von der Friedensbewegung ins Leben gerufen wurde - und die bis heute Bestand hat: Einige Tausend Friedensaktivisten haben sich nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative seit Gründonnerstag an Ostermärschen in ganz Deutschland beteiligt.

Die bundesweit größte Aktion - der dreitägige Rhein-Ruhr-Marsch - setzte sich Karsamstag mit mehr als 300 Demonstrierenden in Duisburg in Bewegung. Auch in Düsseldorf, Berlin, Flensburg, Schwerin, Bremen und vielen anderen Städten gingen Menschen bei Sonnenschein für Frieden, Abrüstung und das Verbot von Atomwaffen auf die Straße. Der Karsamstag war mit Märschen in etwa 50 Städten der Haupttag.

Steigerungen gegenüber 2018

Während die Bewegung bis in die Achtzigerjahre hinein Hunderttausende mobilisieren konnte, werden inzwischen in den meisten Städte nur noch mehrere Hundert Aktivisten gezählt. Nur wenige bringen es über die 1000er-Marke.

In der gut eine Million Einwohner zählenden Stadt Köln vermeldete die Polizei zum Beispiel nur 60 Demonstrierende. Allerdings seien die Aktivisten dort auch zur Hauptkundgebung nach Düsseldorf gezogen, erklärte der Sprecher des in Bonn ansässigen Netzwerks, Kristian Golla, die Teilnehmerzahlen. Vielerorts habe es immerhin Steigerungen gegenüber dem Vorjahr gegeben.

Nach Angaben der Friedenskooperative waren von Gründonnerstag bis Ostermontag in mehr als hundert deutschen Städten Ostermärsche geplant. Am Karfreitag 1958 versammelten sich zum ersten Mal rund zehntausend Menschen in London, um für atomare Abrüstung zu demonstrieren.

skr/AFP/dpa



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