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10. April 2004, 18:37 Uhr

Ostermärsche

Tausende demonstrieren für Frieden und soziale Gerechtigkeit

Tausende Menschen haben in Deutschland an Ostermärschen teilgenommen. In mehr als 30 Städten demonstrierten die Teilnehmer gegen den Irak-Krieg, gegen Sozialabbau und für ein friedliches Europa.

Frankfurt am Main - Nach Angaben des zentralen Ostermarschbüros in Frankfurt gingen mehrere Tausend in ganz Deutschland auf die Straße. Schwerpunkt der Demonstrationen war die Verurteilung des Irak-Kriegs. Die Friedensbewegung fordert unter anderem von der Bundesregierung, keine deutschen Soldaten an ausländischen Kampfeinsätzen teilnehmen zu lassen.

"Wir sind mit der Beteiligung zufrieden", sagte der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen. Die Zahl der Teilnehmer sei vergleichbar mit 2002. Im vergangenen Jahr seien es wegen des Irak-Krieges mehr Demonstranten gewesen. Die Stimmung sei gut, auch wenn viele den Glauben an die politischen Auswirkungen von Demonstrationen verloren hätten.

Der größte Ostermarsch fand laut van Ooyen in München statt. Unter dem Motto "Für ein soziales Europa - Keine EU-Militärmacht" zogen mehrere hundert Menschen zum Marienplatz. Die Redner kritisierten die Irak-Politik der USA, warnten vor einer Militarisierung Europas und forderten Abrüstung statt Sozialabbau.

Rund 600 Demonstranten kamen nach Polizeischätzung zum Ostermarsch nach Karlsruhe. Außerdem gingen Menschen in Kiel, Hannover, Bremen, Braunschweig, Saarbrücken, Düsseldorf und Wiesbaden auf die Straße. In Duisburg startete mit rund 350 Teilnehmern der Ostermarsch Ruhr, der am Montag in Dortmund endet. Die Aktionen der Friedensbewegung hatten gestern mit Demonstrationen, Kundgebungen, Gottesdiensten und Fahrradstafetten begonnen.

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