Wahlpanne in Hessen "Max Mustermann" statt Volker Bouffier

Bei der Wahl von Volker Bouffier zum hessischen Regierungschef hat es eine Panne gegeben. Es seien einige Stimmzettel mit dem Namen "Max Mustermann" ausgegeben worden. Erst im zweiten Anlauf klappte die Wahl des Ministerpräsidenten.
Vereidigung von Hessens Ministerpräsident Bouffier: Sieg im zweiten Wahlgang

Vereidigung von Hessens Ministerpräsident Bouffier: Sieg im zweiten Wahlgang

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Wiesbaden - Die erste schwarz-grüne Landesregierung in einem deutschen Flächenland startet mit einer Panne: Bei der Wahl von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Hessen zum Regierungschef sind einige Wahlkarten ausgegeben worden, auf denen statt Volker Bouffier der Name Max Mustermann stand. Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) erklärte den ersten Wahlgang deshalb für ungültig.

Die Abstimmung musste bei der konstituierenden Sitzung des Landtags am Samstag in Wiesbaden wiederholt werden. Kartmann rief die Abgeordneten auf, ein weiteres Mal über den Ministerpräsidenten abzustimmen, und im zweiten Versuch klappte es dann: Der CDU-Politiker Volker Bouffier wurde erneut zum hessischen Regierungschef gewählt, er erhielt 62 Ja-Stimmen der 109 anwesenden Abgeordneten.

Nach Angaben aus Landtagskreisen waren zuvor insgesamt drei falsche Stimmzettel in die Abstimmung geraten. Zwei waren rechtzeitig ausgetauscht worden, ein Abgeordneter hatte allerdings für "Max Mustermann" gestimmt. Bouffier habe in dem ungültigen Wahlgang 60 Stimmen erhalten. Staatskanzleichef Axel Wintermeyer (CDU) nannte die Panne unschön. "Das wird nicht lustig für die Landtagsverwaltung." Sie habe den Fehler zu verantworten.

CDU und Grüne haben im Landtag eine klare Mehrheit von 61 der insgesamt 110 Sitze. Die beiden Parteien hatten sich Mitte Dezember auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Bouffier stand bislang an der Spitze einer CDU/FDP-Regierung, die bei der Landtagswahl im September keine Mehrheit mehr bekommen hatte.

nck/AFP/dpa
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