Panne im Kanzleramt Das F-Wort in Merkels Pressemappe

In die Pressemappe für die Bundesregierung hat sich am Dienstag ein schmutziges Wort eingeschlichen. Im Inhaltsverzeichnis fand sich das F-Wort, obwohl es dort nicht hingehörte. Ein Computerfehler, kein menschliches Versagen, beteuerte ein Regierungssprecher. 

Kanzlerin Merkel: Das Bundespresseamt stellt ihr täglich die Kanzlermappe zusammen
DPA

Kanzlerin Merkel: Das Bundespresseamt stellt ihr täglich die Kanzlermappe zusammen


Hamburg - Wie die Kanzlerin reagiert hat, ist nicht überliefert. Aber Angela Merkel dürfte zumindest gestutzt haben, als sie am Dienstag das Inhaltsverzeichnis der Kanzlermappe gelesen hat. Sie, ihre Minister und wichtige Regierungsbeamte finden darin allmorgendlich eine Presseschau. An diesem Morgen war aber etwas anders als sonst: Ein schmutziges Wort hatte sich eingeschlichen.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Mittwoch berichtete, stand in dem Inhaltsverzeichnis statt "Stühle rücken" für einen Artikel über die Personalwechsel bei der EZB "Stühle ficken". Als der peinliche Fehler bemerkt wurde, waren die Exemplare schon per E-Mail verschickt worden, denn die Kanzlermappe wird frühmorgens zusammengestellt, heißt es in dem Artikel.

Ein Regierungssprecher bestätigte dem Blatt den Schnitzer. Er erklärte demnach den Fehler mit technischem Versagen - und nicht menschlichem. Also kein Tippfehler, sondern ein Computerfehler: Die Presseschau werde per Scanner eingelesen und automatisch erstellt. Dabei sei der Fehler entstanden, so der Sprecher.

ler

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