Nur drei über 50.000 Euro Parteien bekommen weniger Großspenden

Eine halbe Million Euro weniger: Die Zahl und Summe der Großspenden an Parteien ist im Vergleich zu den Vorjahren offenbar deutlich zurückgegangen. Das muss aber nichts heißen.

Abgeordnete im Bundestag (Anfang Juli): Weniger Geld für die Parteien
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Abgeordnete im Bundestag (Anfang Juli): Weniger Geld für die Parteien


Berlin - Die im Bundestag vertretenen Parteien haben einem Zeitungsbericht zufolge im ersten Halbjahr deutlich weniger Großspenden von Verbänden und Unternehmen erhalten. Es seien nur drei Spenden über jeweils 50.000 Euro registriert worden, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Angaben des Bundestages.

Die CSU erhielt demnach 143.371 Euro von BMW. Daimler überwies CDU und SPD jeweils 100.000 Euro, wie der Konzern bereits im April mitgeteilt hatte. FDP, CSU und Grüne erhielten von Daimler jeweils 40.000 Euro.

2013 hatte das Parlament im ersten Halbjahr 760.275 Euro an Großspenden gezählt, 2012 waren es 727.045 Euro. Spenden über 50.000 Euro müssen die Parteien unverzüglich dem Bundestagspräsidenten anzeigen.

Ob die Parteien tatsächlich weniger Geld kriegen oder nur die Zahl der Großspenden gesunken ist, steht allerdings erst fest, wenn sämtliche Spendeneinnahmen veröffentlicht werden. Nur Großspenden über 50.000 Euro müssen umgehend veröffentlicht werden. Es besteht die Möglichkeit, große Summen zu stückeln und diese Pflicht zu umgehen. Bis der Bundestag die geprüften Rechenschaftsberichte veröffentlicht, vergeht meist mehr als ein Jahr.

Im Februar hatte der Bundestag die Einnahmen der Parteien aus allen Spenden veröffentlicht: Die großen Parteien haben demnach im Jahr 2012 rund 429 Millionen Euro eingenommen. im Vergleich zu 2011 relativ konstant, im Vergleich zu 2010 eine Steigerung um 20 Millionen Euro.

ore/Reuters



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
noelkenproettel 05.07.2014
1. Ist doch klar!
Die alten Großspender Splitten ihre spenden unter 50.000Euro und so sind sie nichtmehr meldepflichtig... Die sind ja nicht blöd und lernen auch der vergangenheit...
XaverUnsinnig 05.07.2014
2. Na ja mit rund 430 Millionen Spenden per anno.....
läßt sich schön leben und rauschende Feste feiern! Einnahmen aus: Mitgliedsbeiträgen, Mandatsbhträgerbeiträgen, Spenden von natürlichen & juristischen Personen, unternehmerischen Tätigkeiten Beteiligungen und Vermögen, Einnahmen aus staatlichen Mitteln zu Wahlen etc sind im Endeffekt wiederum Steuergelder die dem Staatssäckel "legal" entnommen und der Allgemeinheit vorenthalten bzw. entzogen werden...! Wen aber interessiert das eigentlich, wenn jetzt der Spendenbericht aus 2012 veröffentlicht wird und Teilnahmlosigkeit der Wähler & Bürger das Alles absegnet...? POLITIKER-SPRUCH zu jedem Mandat: "Gott bewahre mir meine Gesundheit und die Steuerkraft der Wähler...."
dani7830 05.07.2014
3.
wenn Unternehmen kein Vorteil aus den Parteien ziehen können wird auch nicht gespendet.
Basiscreme 05.07.2014
4. Jetzt nochmal...
...die gleichen Summen an "Viva con aqua" und "Brot für die Welt" anstatt in die Schubladen von z.B. Schäuble, Steinbrück und den ganzen anderen Handaufhaltern, dann wird die Welt einen Ticken gerechter.
kdshp 05.07.2014
5.
Zitat von sysopDPAEine halbe Million Euro weniger: Die Zahl und Summe der Großspenden an Parteien ist im Vergleich zu den Vorjahren offenbar deutlich zurückgegangen. Das muss aber nichts heißen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/parteien-bekommen-weniger-grossspenden-a-979372.html
Ohne spenden geht doch nichts! Man kann doch "mal wieder" gut sehen WER spendet bekommt auch was von den regierenden politikern geliefert.
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