Parteien SPD verliert dramatisch an Mitgliedern

Die SPD hat laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr so viele Mitglieder verloren wie keine andere Partei: Die Zahl der Genossen ging um fast 45.000 auf rund 605.000 zurück. Demgegenüber hielten sich die Verluste der Union im Rahmen.


Ex-SPD-Chef und Kanzler Schröder: Von neuer Stärke nichts zu sehen
DDP

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Berlin - Drei Viertel der Verluste, nämlich 33.000, registrierte die SPD im ersten Halbjahr. Wie die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter berichtet, nahm die Zahl der Austritte und anderen Abgänge im Jahresverlauf jedoch deutlich ab. Benneter zufolge konnten die Sozialdemokraten im gesamten Vorjahr rund 14.000 Eintritte verbuchen. Benneter soll die Zahlen im Parteirat vor Landes- und Bezirksvorsitzenden bekannt gegeben haben.

Die Verluste der anderen im Bundestag vertretenen Parteien seien deutlich geringer ausgefallen: Die CDU registrierte demnach 12.718 Abgänge und hat jetzt 574.526 Mitglieder. Die CSU führe 173.000 Mitglieder in ihrer Kartei, rund 3500 weniger als vor einem Jahr.

Die FDP verzeichne demgegenüber lediglich einen Rückgang um 900 Mitglieder auf 64.150. Nur die Mitgliederzahl der Grünen stieg leicht um 160 auf 44.250, schreibt die Zeitung.



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