Parteitag in Hessen SPD kürt Ypsilanti zur Spitzenkandidatin

Abseits des Aufsehen erregenden CSU-Parteitags in München hat die hessische SPD ihre Spitzenkandidatin für die Landtagswahl gekürt. Das Votum fiel mit überwältigender Mehrheit für die Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti aus.


Wiesbaden - Für die 50-jährige Frankfurterin votierten heute auf einem Parteitag in Wiesbaden 309 von 318 Delegierten. Neun Delegierte stimmten mit Nein. Das entspricht einer Zustimmung von 97,2 Prozent. Damit ist Ypsilanti nun offiziell Herausforderin von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bei der Wahl am 27. Januar 2008.

SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti: 97,2 Prozent Zustimmung
DDP

SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti: 97,2 Prozent Zustimmung

Eine Vorentscheidung über die Spitzenkandidatur war bereits auf einem Parteitag im vergangenen Dezember gefallen. Damals hatte sich Ypsilanti knapp gegen den damaligen SPD-Fraktionschef Jürgen Walter durchgesetzt.

In ihrer Rede vor den Delegierten positionierte sich Ypsilanti bereits in einigen wichtigen Fragen. So forderte sie ein Nachtflugverbot für den Fall, dass der Frankfurter Rhein-Main-Flughafen ausgebaut werden sollte. "Wir wollen den Ausbau des Frankfurter Flughafens", sagte Ypsilanti: "Aber er darf nur genehmigt werden mit einem Nachtflugverbot."

Die Parteivorsitzende bezeichnete die jüngsten Aussagen von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und der Lufthansa zum Nachtflugverbot als unerträglich. Koch hatte vor wenigen Tagen erklärt, er halte wenige Ausnahmen vom geplanten Nachtflugverbot für möglich. Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer hatte gestern in einem Zeitungsinterview betont, die Fluglinie brauche vor allem für Frachtflüge bis zu 41 Starts und Landungen pro Nacht in Frankfurt am Main.

mik/ddp/AP



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