Parteitags-Splitter "Das Buffet ist der Kassenlage der CDU angepasst"


Essen - Neue Sparsamkeit und Neuanfang ohne Hexerei. Beim CDU-Parteitag in Essen spielte nicht nur die große Politik eine Rolle - am Rande gab es auch bemerkenswerte "Splitter vom CDU-Parteitag":

Sparsamkeit: Anders als bei früheren Parteitagen mussten die rund 1000 Pressevertreter am traditionellen Journalistenabend auf ein opulentes Mahl verzichten. Statt rheinischer und westfälischer Spezialitäten wurde in der Messehalle einheitlich Kartoffelsalat und Kassler serviert. "Das Buffet ist der Kassenlage der CDU angepasst", sagte der scheidende Vorsitzende Wolfgang Schäuble.

Unterbringung: Nicht wie sonst üblich in Luxushotels sondern eher in Herbergen der Drei-Sterne-Kategorie waren Delegierte und Beobachter untergebracht. Der Blick auf die Mark hat dann auch tatsächlich die Ausgaben reduziert. Der Parteitag kostet nach Angaben von Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann 2,4 Millionen Mark - 500 000 Mark weniger als vergleichbare Veranstaltungen in der Vergangenheit.

Bühnen-Design: Statt vor der in der Vergangenheit üblichen mausgrauen Kulisse saßen auf dem Podium der Grugahalle in Essen die Vorstandsmitglieder vor dunkelblauem Hintergrund mit dem roten Schriftzug CDU. "SPD-Blau" - spottete einer der Teilnehmer.

Junge Union: Sie verteilte an die Delegierten ein Kärtchen mit einer Hexenkarikatur unter dem Motto "Erneuerung ist keine Hexerei". Als Präsent erhielten die Teilnehmer des Parteitags dazu auch noch einen Minibesen. Mancher Delegierte erinnerte sich da mit Blick auf die Wahl von Angela Merkel an die alte Spruchweisheit: Neue Besen kehren gut.



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