Bundestag Vierter Kandidat der AfD scheitert bei Wahl zum Vizepräsidenten

Die AfD hat erneut versucht, einen Posten des Vizepräsidenten im Bundestag zu besetzen. Doch wie drei Bewerber zuvor verfehlte ihr Kandidat Podolay die erforderliche Stimmenzahl.

Paul Viktor Podolay brauchte 355 Ja-Stimmen, er bekam 189
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Paul Viktor Podolay brauchte 355 Ja-Stimmen, er bekam 189


Die AfD ist im Bundestag erneut mit dem Versuch gescheitert, den Posten eines Vizepräsidenten zu besetzen. Ihr Abgeordneter Paul Viktor Podolay erhielt nicht die nötige Zahl der Stimmen.

Ende September war er bereits im ersten Wahlgang durchgefallen. Im zweiten Wahlgang bekam der 73-Jährige jetzt statt der erforderlichen 355 nur 189 Ja-Stimmen. 430 Abgeordnete stimmten mit Nein, 19 enthielten sich.

Das waren Podolays ebenfalls erfolglose Vorgänger

Vor Podolay hatten sich für die AfD schon drei andere Kandidaten - Albrecht Glaser, Mariana Harder-Kühnel und Gerold Otten - erfolglos um den Vizepräsidentenposten beworben. Sie alle waren jeweils dreimal bei den Abstimmungen durchgefallen. Eigentlich steht jeder Fraktion ein Vizepräsidentenposten zu, sie muss für ihren Kandidaten aber eine Mehrheit bekommen. Die Abgeordneten sind bei ihrer Wahlentscheidung frei.

Die AfD bezeichnet die Ablehnung ihrer Kandidaten als einen Akt der Ausgrenzung. Die Abgeordneten der anderen Fraktionen begründen ihr Nein teils mit der politischen Einstellung und mit früheren Äußerungen der Kandidaten, teils mit ihrer generellen Ablehnung der AfD.

mes/dpa/AFP

insgesamt 221 Beiträge
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claus7447 07.11.2019
1. Reine Beschäftigungstherapie..
Bei der Grundeinstellung der AfD Abgeordneten (s. Brandner), brauchen wir keinen Rassisten als Vizepräsident. Das mimimi der Anhänger verhallt ungehört in den Wäldern!
teletubby1951 07.11.2019
2. es geht nur noch ums prinzip
der ablehnung eines afd-kandidaten. die afd könnte mutter theresa oder den papst niminieren, es wäre egal. sie würden durchfallen. es offenbart sich ein merkwürdiges demokratieverständnis bei den altparteien gegenüber gewählten kollegen.
schulz.dennis.84 07.11.2019
3. Nur noch peinlich!
Man stelle sich mal den Aufschrei unserer selbstgerechten und wahren Demokraten in Deutschland vor, wenn in Putins Russland die größte Oppositionspartei im der russischen Duma grundlegende demokratische Rechte im Parlament vorenthalten würden. Was wäre das für ein Aufschrei.
melnibone 07.11.2019
4. Einerseits ist das ...
Wasser auf die Mühlen der AfD und andererseits ist das kein ´demokratischer´ Umgang mit Andersdenkenden in der höchsten deutschen Aussitzentscheidungsvereinigung. Aber eigentlich ist es völlig Wurst bei einem ´überfüllten und aufgeblähten´ deutschen Bundestag. Es gibt unzählig wichtigere Dinge in diesem Land. Eine Sache des Bundestages wäre es sich selbst sofort wieder um ca. 100 Mandate selbst zu kastrieren. Zum Wohle des Steuerzahlers und letztlich der Allgemeinheit.
pluuto 07.11.2019
5. Kindergarten
generellen Ablehnung weil AfD!? Dann soll man gleich sagen, dass das nie was wird mit der Wahl. Man kann sich dieses Kasperletheater sparen.
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