Anti-Islam-Bündnis Pegida sagt Demonstration wegen Attentatsdrohung ab

Das Anti-Islam-Bündnis Pegida hat seine für diesen Montag geplante Kundgebung in Dresden abgesagt. Angeblich gab es Morddrohungen gegen einen der Organisatoren.
Pegida-Demonstration am 12. Januar in Dresden: Nächste Kundgebung abgesagt

Pegida-Demonstration am 12. Januar in Dresden: Nächste Kundgebung abgesagt

Foto: ROBERT MICHAEL/ AFP

Dresden - Die für Montag angesetzte Pegida -Kundgebung in Dresden muss aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Das teilten die Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite mit. Laut Polizei bestehe eine konkrete Bedrohungslage gegen ein Mitglied des Organisationsteams.

"Es gibt Hinweise des Staatsschutzes, dass auf ein Mitglied des Orga-Teams, während der Kundgebung, ein Attentat verübt werden soll", heißt es in einer Mitteilung von Pegida.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll es sich um Drohungen islamistischer Extremisten gegen Organisator Lutz Bachmann handeln. Hierzu gibt es keine offiziellen Bestätigungen der Sicherheitsbehörden.

Nach Informationen des SPIEGEL hatten ausländische Nachrichtendienste die deutschen Behörden gewarnt, Dschihadisten hätten über Angriffe auf Pegida-Märsche diskutiert . Als mögliche Anschlagsziele wurden auch die Hauptbahnhöfe Berlin und Dresden genannt (mehr zu dem Thema lesen Sie hier und im neuen SPIEGEL).

Pegida organisiert seit Mitte Oktober regelmäßig Demonstrationen gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes. Am vergangenen Montag nahmen laut Polizei rund 25.000 Menschen an der Demo in Dresden teil.

hut/dpa
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