Demonstration in Dresden Pegida sagt Protestzug für kommenden Montag ab

Pegida-Wortführer Lutz Bachmann hat die Demonstrantion der Anti-Islam-Bewegung für kommenden Montag abgesagt. Ein Polizei-Sprecher bestätigt das.
Demonstration in Dresden: Zulauf für die Anti-Islam-Bewegung

Demonstration in Dresden: Zulauf für die Anti-Islam-Bewegung

Foto: AP/dpa

Berlin - Der Pegida-Veranstalter Lutz Bachmann kündigte an, dass die für den 29. Dezember geplante Demonstration um des "Weihnachtsfriedens" willen ausfallen würde. Das bestätigte der Dresdner Polizeisprecher Thomas Geithner telefonisch auch SPIEGEL ONLINE. Die nächste Demonstration sei für den 5. Januar geplant.

Wörtlich sagte Bachmann zum Abschluss der Kundgebung: "Am kommenden Montag, dem 29.12., machen wir eine Pause des Weihnachtsfriedens, mit welcher wir uns speziell bei den fleißigen Einsatzkräften bedanken wollen, welche aufgrund der Linkschaoten, Gewalttäter und Ruhestörer auf den Gegendemos überhaupt erst notwendig werden."

An diesem Montag hatten nach Angaben der Polizei noch rund 17.500 Menschen an der Kundgebung der Anti-Islam-Bewegung teilgenommen. Das bedeutet einen erneuten Zuwachs, nachdem in der Vorwoche 15.000 Menschen gekommen waren.

Gleichzeitig protestierten nach einem Aufruf vom Bündnis "Dresden Nazifrei" rund 4000 Gegner der Bewegung in Hör- und Sichtweite der Pegida-Anhänger. Auf Spruchbändern hieß es unter anderem: "Gegen Rassismus und religiösen Fanatismus". Nach Polizeiangaben blieb zunächst alles friedlich.

Auch in anderen Städten formierte sich der Protest gegen die Anti-Islam-Bewegung. So gingen in München nach Polizeiangaben vor dem Nationaltheater mindestens 12.000 Menschen auf die Straße. Zu der Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz hatte ein breites Bündnis aus Parteien, kirchlichen Gruppen, Künstlern und Flüchtlingsorganisationen aufgerufen. "Diese Demonstration heute Abend zeigt München von seiner besten Seite: Hier stehen Tausende Menschen gemeinsam auf gegen Rassismus und Ausgrenzung" , sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). In Bonn protestierten 2500 Menschen gegen Pegida.

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Foto: Kay Nietfeld/ dpa
srö/otr
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