Anti-Islam-Bewegung Pegida will bei Landtagswahlen antreten

Pegida gibt nicht auf: Die anti-islamische und deutsch-nationale Bewegung werde bei den kommenden vier Landtagswahlen antreten, kündigte ihr Mitbegründer Bachmann laut einem Zeitungsbericht an.
Pegida-Mitbegründer Bachmann: Kandidaten für die Landtagswahlen

Pegida-Mitbegründer Bachmann: Kandidaten für die Landtagswahlen

Foto: Oliver Berg/ dpa

Bei der Stichwahl zur Oberbürgermeister-Entscheidung in Dresden war die Kandidatin nicht mehr angetreten, aber trotzdem verkauft Pegida das Ergebnis als Erfolg: Die anti-islamische Bewegung werde bei den nächsten Landtagswahlen antreten, kündigte der Mitbegründer Lutz Bachmann an. Außer in Baden-Württemberg werden kommendes Jahr auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landesparlamente gewählt.

"Wir werden bei den im nächsten Jahr in Deutschland anstehenden vier Landtagswahlen Kandidaten ins Rennen schicken", sagte er nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" bei einem Auftritt am Montagabend in der Leipziger Innenstadt. Pegida werde dabei aber nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung agieren.

"Zum ersten Mal werden wir am 16. März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg versuchen, mit Direktmandaten in den Landtag zu kommen", erklärte Bachmann laut "LVZ" demnach den etwa 800 Anhängern.

Diese Entscheidung sei ein Ergebnis der Dresdener Oberbürgermeisterwahl. Dabei hatte die Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling im ersten Wahlgang Anfang Juni fast zehn Prozent der Stimmen geholt. Dies sei innerhalb weniger Wochen und mit einem extrem kleinen Budget gelungen, sagte Bachmann. "Mit mehr Vorbereitung und mehr Einsatz wären 25 Prozent möglich gewesen", behauptete er.

als/AFP
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