Anti-Islam-Bewegung Pegida will bei Landtagswahlen antreten

Pegida gibt nicht auf: Die anti-islamische und deutsch-nationale Bewegung werde bei den kommenden vier Landtagswahlen antreten, kündigte ihr Mitbegründer Bachmann laut einem Zeitungsbericht an.

Pegida-Mitbegründer Bachmann: Kandidaten für die Landtagswahlen
DPA

Pegida-Mitbegründer Bachmann: Kandidaten für die Landtagswahlen


Bei der Stichwahl zur Oberbürgermeister-Entscheidung in Dresden war die Kandidatin nicht mehr angetreten, aber trotzdem verkauft Pegida das Ergebnis als Erfolg: Die anti-islamische Bewegung werde bei den nächsten Landtagswahlen antreten, kündigte der Mitbegründer Lutz Bachmann an. Außer in Baden-Württemberg werden kommendes Jahr auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neue Landesparlamente gewählt.

"Wir werden bei den im nächsten Jahr in Deutschland anstehenden vier Landtagswahlen Kandidaten ins Rennen schicken", sagte er nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" bei einem Auftritt am Montagabend in der Leipziger Innenstadt. Pegida werde dabei aber nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung agieren.

"Zum ersten Mal werden wir am 16. März bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg versuchen, mit Direktmandaten in den Landtag zu kommen", erklärte Bachmann laut "LVZ" demnach den etwa 800 Anhängern.

Diese Entscheidung sei ein Ergebnis der Dresdener Oberbürgermeisterwahl. Dabei hatte die Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling im ersten Wahlgang Anfang Juni fast zehn Prozent der Stimmen geholt. Dies sei innerhalb weniger Wochen und mit einem extrem kleinen Budget gelungen, sagte Bachmann. "Mit mehr Vorbereitung und mehr Einsatz wären 25 Prozent möglich gewesen", behauptete er.

SPIEGEL TV Magazin

als/AFP



insgesamt 43 Beiträge
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gegenpressing 07.07.2015
1.
Viel Glück dabei. Im Osten zieht rechte Hetze ja teilweise noch ganz gut.
Wofgang 07.07.2015
2.
Hoffentlich bekommen die Ewiggestrigen genauso wie bei ihren Demos die passende Quittung. Es war sehr beruhigend, dass die Gegendemos weitaus größer waren und solches Gedankengut keine Mehrheit mehr in Deutschland hat. Schlimm genug, dass einige traurige Gestalten ein so schlechtes Licht auf Deutschland werfen können. Dresden hat seine Standortqualitäten durch Pegida deutlich verschlechtert. Freital das gleiche traurige Schauspiel.
Chris_SSS 07.07.2015
3. Super
dann können sich die I....wähler zwischen 3 "Rechtsparteien" entscheiden und es beseht nicht die Gefahr des Einzugs solcher Leute in ein Parlament.
m.brunner 07.07.2015
4.
Das ist dann ja die beste Garantie dafür, dass keine der konkurierenden Partei in die Landtage kommen wird (AFD Pegida NPD) Das ist gut für die Demokratie! So halten Sie sich selbst aus den Parlamenten raus. Wir brauchen in D auch keine Rechtspopulisten Parteien wie in F od. Dänemark.
argentin 07.07.2015
5. dachte
die wählen alle Afd
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