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21. Mai 2013, 17:25 Uhr

Umweltminister im Tierheim

Altmaier besucht Biebers Äffchen

Justin Bieber war gestern, jetzt kümmert sich Peter Altmaier um das Kapuzineräffchen Mally. Der Bundesumweltminister hat das Tier in einem Münchner Tierheim besucht. Der Politiker richtete mahnende Wort an Bieber und seine Fans: "Tiere sind kein Spielzeug."

München - Es soll ein Zeichen für den Tierschutz sein: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat am Dienstag Justin Biebers Kapuzineräffchen Mally in einem Münchner Tierheim besucht. Der Zoll hatte das Tier Ende März am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt beschlagnahmt, als der kanadische Teenie-Star zu einem Konzert anreiste und nicht die nötigen Dokumente für den Affen dabei hatte.

"Das Schicksal Mallys ist kein Einzelfall", sagte Altmaier bei seinem Besuch im Tierheim. Er appellierte an Tierfreunde, sich nur solche Haustiere zuzulegen, die sie auch artgerecht halten können. "Tiere sind kein Spielzeug."

Als Mally beschlagnahmt wurde, habe ihn das sehr betroffen gemacht, sagte Altmaier. Deswegen habe er bei dem Affen vorbeischauen wollen, um sich zu überzeugen, dass es ihm gut geht. Tierschutz falle schließlich in sein Ressort.

Bieber muss Kosten für Tierheim tragen

Inzwischen ist Mally offiziell in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland übergegangen. Eine entsprechende Anordnung stellte der Zoll am Dienstag aus. Bieber hat nun sechs Wochen Zeit, gegen den Beschluss Einspruch einzulegen. Seine Anwälte haben aber bereits signalisiert, dass der Sänger auf das Kapuzineräffchen verzichten werde.

Ein Sprecher des Münchner Zolls sagte, derzeit stelle seine Behörde eine Rechnung für Bieber zusammen. Auf den Kanadier kämen Kosten von mehreren tausend Euro für den Unterhalt des 20 Wochen alten Affen in den vergangenen Wochen zu. Demnächst werde das Tier an einen deutschen Zoo übergeben. Der genaue Ort soll aus Sicherheitsgründen geheim gehalten werden.

syd/dpa

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