CDU-Jungstar Philipp Amthor verkündet seine Taufe

Pünktlich zu Weihnachten verrät der CDU-Politiker Philipp Amthor in einer Wochenzeitung, dass er sich katholisch hat taufen lassen. Der Glaube sei für ihn aber Privatsache.
Philipp Amthor: "Ganz bewusste Überzeugung"

Philipp Amthor: "Ganz bewusste Überzeugung"

Foto: Michael Kappeler/ dpa

"Der Glaube ist für mich vor allem eine sehr private Angelegenheit", beginnt Philipp Amthor seinen Gastbeitrag in der "Bild am Sonntag", "und ich möchte nicht, dass er politisch instrumentalisiert wird." Aus "ganz bewusster Überzeugung" habe er sich in einer Berliner Kirche katholisch taufen lassen.

Ob der geäußerte Wunsch nach Privatheit und die gewählte Veröffentlichungsform in einer großen Wochenzeitung zusammenpassen, kann man hinterfragen. Klar ist aber auch: In der CDU ist der Glaube der Mitglieder schon wegen des Parteinamens natürlich nicht nur Privatsache.

Er habe sich in den vergangenen zwei Jahren vermehrt mit dem Glauben beschäftigt und sei sonntags häufig im Gottesdienst gewesen, schreibt Amthor. "Es war ein längerer Weg und kein Schnellschuss."

Seine Heimat in Vorpommern liege "ja eher in der katholischen Diaspora, was sich schon daran erkennen lässt, dass sich in meiner Schulklasse damals sogar nur ein einziger Klassenkamerad hat katholisch firmen lassen", berichtete der in Ueckermünde geborene CDU-Politiker. Das habe ihn allerdings nicht davon abgehalten, sich "aus voller Überzeugung für die katholische Kirche zu entscheiden, an der ich vor allem auch ihre Regelhaftigkeit schätze".

Der Zeitpunkt der Taufe kurz vor Weihnachten war offenbar auch kein Zufall, sondern laut Amthor eine bewusste Entscheidung: "Diesmal an der Heiligen Messe auch als Christ teilzunehmen, ist für mich etwas Besonderes."

stk/AFP
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