Parteien Ex-Piraten-Chefs wechseln zur FDP

Zwei frühere Piraten-Chefs kehren auf die politische Bühne zurück. Bernd Schlömer und Sebastian Nerz sind nach Informationen des SPIEGEL der FDP beigetreten. Das Duo setzt weiter aufs Digitale.
Ex-Piraten-Chef Nerz, Schlömer (im Jahr 2012): "Darf nicht alles sinnlos sein"

Ex-Piraten-Chef Nerz, Schlömer (im Jahr 2012): "Darf nicht alles sinnlos sein"

Foto: THOMAS PETER/ REUTERS

Die früheren Chefs der Piratenpartei, Bernd Schlömer und Sebastian Nerz, versuchen ein politisches Comeback bei einer der etablierten Parteien. Mitte Oktober sind die beiden in die FDP eingetreten. Die Ex-Piraten sagen, dieser Wechsel würde unterstützt vom FDP-Vorsitzenden Christian Lindner. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

"Es darf nicht alles sinnlos sein, was wir damals mit der Digitalagenda gesetzt haben", begründet Schlömer seinen Schritt gegenüber dem SPIEGEL. "Ich kann und möchte einen konstruktiven politischen Beitrag leisten." Bei Themen wie Freiheitsrechte und Vorratsdatenspeicherung stimme das FDP-Programm mit dem der Piraten überein.

Schlömer, Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium, hatte 2013 seinen Vorsitz abgegeben, nachdem die Piraten mit nur 2,2 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl gescheitert waren. Der 44-Jährige will sich bei den Berliner Liberalen engagieren; der Bioinformatiker Nerz, einst Schlömers Vorgänger im Amt des Parteichefs, dagegen in Tübingen. Eine Kandidatur für den Bundestag sei vorerst nicht geplant.

Beide Ex-Parteichefs standen für den sozialliberalen Flügel der Piratenpartei. Sie sind nicht die einzigen Mitglieder, die den Piraten in letzter Zeit den Rücken gekehrt haben, die Abwanderung ist groß. Gegenwärtig sitzen noch in vier Länderparlamenten kleine Piraten-Fraktionen.

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