Zwischenfall in Dresden Piraten lassen Drohne bei Merkel-Auftritt kreisen

Eine Drohne sorgte bei einem Wahlkampfauftritt der Kanzlerin in Dresden für Aufregung. Nun hat die Piratenpartei die Verantwortung für den Einsatz des Fluggeräts übernommen. Ein Parteimitglied habe damit gegen die Drohnenprojekte der Bundesregierung protestieren wollen
Zwischenfall in Dresden: Piraten lassen Drohne bei Merkel-Auftritt kreisen

Zwischenfall in Dresden: Piraten lassen Drohne bei Merkel-Auftritt kreisen

Foto: Jan Woitas/ dpa

Dresden - Die Piratenpartei hat sich zum Einsatz einer Drohne während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Dresden bekannt. Das etwa 40 Zentimeter große Fluggerät war am Sonntag wenige Meter vor Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestürzt.

"Ziel des Einsatzes war, der Kanzlerin und Verteidigungsminister de Maizière ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie es ist, plötzlich selbst von einer Drohne beobachtet zu werden", erklärte Piraten-Vize Markus Barenhoff. Zugleich habe die Partei auf die Verschwendung von Steuergeldern beim gescheiterten Euro-Hawk-Drohnenprojekt des Verteidigungsministeriums hinweisen wollen.

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Dresden: Foto-Drohne stürzt vor Merkel ab

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Der Pirat aus Dresden, der das Fluggerät steuerte, ließ mitteilen: "Der Einsatz der Drohne diente einzig dem Zweck, ein Video von Kanzlerin Merkel und anderen anwesenden CDU-Politikern aufzunehmen." Polizisten hatten den jungen Mann bereits während des Drohnenflugs ausfindig gemacht und zur Landung seines mit einer Kamera versehenen Fluggeräts veranlasst. Der 23-Jährige wurde kurzzeitig festgenommen.

Sicherheitsexperte untersuchten anschließend die von mehreren Propellern angetriebene Drohne. Sie stellten fest, dass keinerlei Gefahr von dem Fluggerät ausgegangen sei.

syd