Plagiatsaffäre Guttenberg lässt Wahlkampftermin platzen

Eigentlich hätte Karl-Theodor zu Guttenberg in Sachsen-Anhalt Wahlkampf betreiben sollen - doch nach dem Wirbel um die angeblichen Plagiate in seiner Doktorarbeit bleibt der Minister lieber in Berlin. Den Termin in Barleben sagte er kurzfristig ab.

CDU-Politiker Haseloff, Stahlknecht (l.): Ad-hoc-Entscheidung des Ministers
DPA

CDU-Politiker Haseloff, Stahlknecht (l.): Ad-hoc-Entscheidung des Ministers


Berlin - Etwa 600 CDU-Anhänger haben am Donnerstagabend in Sachsen-Anhalt vergebens auf Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gewartet. Der mit Plagiatsvorwürfen konfrontierte Politiker wollte ursprünglich nach seinem Kurzbesuch in Afghanistan zu einem Wahlkampftermin nach Barleben bei Magdeburg kommen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionschef Holger Stahlknecht sagte zu den Wartenden, das Ministerbüro habe um 18.25 Uhr angerufen und mitgeteilt, dass "Guttenberg in Berlin unabkömmlich ist". Guttenberg sei erst gegen 17 Uhr auf dem Rückweg aus Afghanistan wieder in Berlin gelandet.

Sowohl Stahlknecht als auch der CDU-Spitzenkandidat, Wirtschaftsminister Reiner Haseloff, sagten, sie hätten den ganzen Tag mit dem Ministerbüro im Kontakt gestanden. Die Absage sei offenbar eine Ad-hoc-Entscheidung gewesen. Die Veranstaltung sei lange vorbereitet worden und sollte einer der Höhepunkt im CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt sein, sagte Haseloff.

jok/AFP/dpa



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Seite 1
Pepito_Sbazzagutti 17.02.2011
1. ....
Zitat von sysopEigentlich hätte Karl-Theodor zu Guttenberg in Sachsen-Anhalt Wahlkampf betreiben sollen - doch nach dem Wirbel um die angeblichen Plagiate in seiner Doktorarbeit bleibt der Minister lieber in Berlin.*Den Termin in Barleben sagte er kurzfristig ab. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746238,00.html
Schwerer, eventuell irreparabler Fehler. Gutti hätte gleich nach seiner Rückkehr aus Afghanistan in die Offensive gehen sollen. Aber der wird schon wissen, was er macht :-)
sülzer, 17.02.2011
2. .
Zitat von sysopEigentlich hätte Karl-Theodor zu Guttenberg in Sachsen-Anhalt Wahlkampf betreiben sollen - doch nach dem Wirbel um die angeblichen Plagiate in seiner Doktorarbeit bleibt der Minister lieber in Berlin.*Den Termin in Barleben sagte er kurzfristig ab. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746238,00.html
Tja, das ist schon bezeichnend, dass er sich nicht in die Öffentlichkeit traut, obwohl die Vorwürfe doch so abstrus sind. Ich bin wirklich gespannt, was in den nächsten zwei Wochen passieren wird, denn ohne Folgen kann das jetzt schon nicht mehr bleiben. Die Bild wird sicher noch mal alles geben, aber ob das reichen wird?
OneTwoThree 17.02.2011
3. Naja, ...
.... es gibt da so eine Redewendung: ´´Dem geht der A.rsch auf Grundeis´´ Das scheint mir hier der Fall zu sein.
Pepito_Sbazzagutti 17.02.2011
4. ....
Nachfolger wird ein armer, bürgerlicher Glatzkopf, damit sich hier keiner mehr über Reichtum, Adelsprädikat und Gel-Frisur aufregen muss :-)
Robert Hut, 17.02.2011
5. Dagegen
Da wette ich dagegen. Solche Typen kleben leider an ihrem Sessel - siehe Mubarak und Berlusconi! Die gehen erst, wenn die Welt um sie herum zusammenbricht.
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