Pöbeleien im Bundestag FDP-Politiker nennt Trittin "Bin Laden"

Eine verbale Entgleisung hat heute im Bundestag zu einer offiziellen Rüge geführt. In einem Zwischenruf beschimpfte der FDP-Politiker Hildebrecht Braun Umweltminister Jürgen Trittin als "Bin Laden". Auch aus der CDU soll es ähnliche Rufe gegeben haben.


Beschimpft: Trittin
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Beschimpft: Trittin

Berlin - Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne), die Braun rügte, nahm nach eigenen Worten auch ähnliche Rufe aus der CDU wahr, die sie aber nicht zuordnen konnte. Die Grünen-Politikerin verurteilte die Zwischenrufe. Es verletze die Persönlichkeitsrechte eines jeden, mit einem "gesuchten Verbrecher" verglichen zu werden.

Mit Zwischenrufen hatten die Abgeordneten Trittin in der Debatte über den Atomausstieg immer wieder gestört, als er zu einem Vergleich der früheren Bundesregierung aus Union und FDP mit der derzeitigen rot-grünen Regierung ansetzen wollte. "Als wir diesen Laden übernommen haben, als wir diese Regierung übernommen haben...", begann Trittin seinen Satz und wurde sogleich von Zwischenrufen unterbrochen. Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: "Haben wir einen Laden vorgefunden, wo die Förderung von erneuerbaren Energien im Bundeshaushalt gerade mal 18 Millionen Mark betragen hat."



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