Politisches Comeback Althaus kündigt Übernahme der Amtsgeschäfte für Mitte April an

Dieter Althaus ist wieder in Thüringen, doch noch führen seine Stellvertreter die Amtsgeschäfte des Ministerpräsidenten. Althaus aber strebt zügig zurück in die Staatskanzlei - jetzt hat ein Sprecher einen Termin für Althaus' Rückkehr an die Macht verkündet.


Erfurt - Die Rückkehr von Dieter Althaus nach Thüringen wurde öffentlichkeitswirksam inszeniert - jetzt hat sein Sprecher auch den Termin für das politische Comeback des Ministerpräsidenten bekannt gegeben. Regierungssprecher Fried Dahmen sagte, Althaus wolle am 20. April in die Staatskanzlei zurückkehren. Zu diesem Zeitpunkt wolle der 50-Jährige die Amtsgeschäfte als Regierungschef wieder übernehmen. Dahmen bestätigte damit entsprechende Berichte Thüringer Medien. "Das letzte Wort haben jedoch die Ärzte," betonte Dahmen.

Althaus, der bei einem Skiunfall am Neujahrstag in Österreich eine schwere Kopfverletzung erlitt, hatte seine offizielle Rückkehr in die Politik bisher für die Zeit zwischen Ostern und Anfang Mai angekündigt.

Bei dem Unfall war der CDU-Politiker mit einer 41-jährigen Frau zusammengestoßen, die an ihren Verletzungen starb. Althaus wurde in Österreich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von rund 33.000 Euro verurteilt. Nach seiner Rückkehr aus einer Klinik am Bodensee in der vergangenen Woche in seine thüringische Heimatstadt Heiligenstadt unterzieht sich der Ministerpräsident derzeit einer ambulanten Reha-Behandlung.

Die Kontakte zur Regierung, die im Moment von Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) geleitet wird, seien seitdem enger geworden, sagte Dahmen. Althaus war im März in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl am 30. August gewählt worden. Für seine Partei geht es dabei um die Verteidigung ihrer knappen, absoluten Mehrheit.

beb/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.