Zugunsten der AfD Rechtsextreme Pro-NRW tritt nicht zur Landtagswahl an

Die rechtsextreme Bürgerbewegung Pro-NRW verzichtet auf eine Kandidatur bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen - denn sie wollen der AfD keine Konkurrenz machen.
Kundgebung der rechtsextremen Pro-NRW in Düsseldorf (Archiv)

Kundgebung der rechtsextremen Pro-NRW in Düsseldorf (Archiv)

Foto: Oliver Berg/ dpa

Ein Einzug der AfD in den nordrhein-westfälischen Landtag gilt nach den Wahlen am 14. Mai als wahrscheinlich. Davon geht auch die rechtsextreme Pro-NRW aus und verzichtet deshalb zugunsten der AfD auf eine Wahlkandidatur. Das teilte der Landesverband auf seiner Homepage  mit.

"Angesichts des nahezu sicheren Landtagseinzugs der AfD wäre eine Konkurrenzkandidatur derzeit kontraproduktiv und würde letztendlich nur den verbrauchten Altparteien nutzen," heißt es in der Mitteilung. Die Entscheidung sei dem Landesverband demnach nicht leichtgefallen, doch man wolle das "Verschenken von Stimmen vermeiden". Stattdessen werde die Partei sich in den kommenden Jahren auf die Kommunalpolitik konzentrieren.

In dem Schreiben drückten die Rechtsextremen auch ihr Unverständnis über die Wahlteilnahme weiterer "völlig chancenloser rechter Kleinstparteien" aus. Durch ihre Kandidaturen würden sie nur die Altparteien stützen.

Pro-NRW wird seit Längerem vom Verfassungsschutz beobachtet. Bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen 2012 spielte die Partei keine Rolle und kam auf 1,5 Prozent.

asc/dpa
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