Promis unterstützen Schröder "Wir haben das Jammern satt"

Rund 60 Künstler, Manager und Publizisten haben in einem gemeinsamen Aufruf die Arbeitsmarktreformen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt.

Berlin - "Wer mutig ändert, was geändert werden muss, hat uns auf seiner Seite", heißt es in dem Aufruf, der morgen in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlicht wird. Zu den Unterzeichnern gehören der Schriftsteller Günter Grass, Regisseur Jürgen Flimm, Maler Markus Lüpertz und Musiker Marius Müller-Westernhagen. Auch BDI-Chef Michael Rogowski, Architekt Prof. Albert Speer, Unternehmensberater Roland Berger und Manager wie Michael Frenzel (TUI) oder Wendelin Wiedeking (Porsche) unterschrieben.

Sie forderten den Kanzler zu Standfestigkeit bei der Durchsetzung der Reformen auf: "Nur Demagogen, die ihre Zukunft hinter sich haben, reden dem Volk nach dem Maul." In dem Aufruf heißt es nach Angaben des Mitintiators Manfred Bissinger: "Wir, die Initiatoren dieser Anzeige, wählten und wählen ganz unterschiedliche Parteien. Wir arbeiten in diesem Land, wie bezahlen unsere Steuern in diesem Land, wir bekennen uns zu diesem Land. Wir haben das Jammern über Deutschland satt." Unter dem Titel "Auch wir sind das Volk" bezeichneten sich die Unterzeichner als "Große Koalition der Vernunft". Die Hartz-IV-Reformen seien "überlebensnotwendig für den Standort Deutschland". "Der ist gepflastert mit den Grabsteinen verblichener Chancen. Totengräber sind in allen Parteien zu Hause. In der Vergangenheit haben alle Regierungen den Wählern versprochen, was nicht zu halten war."

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