Proteste in Stuttgart Ministerium zieht Meldung über Steinewerfer zurück

Bemerkenswertes Eingeständnis: Entgegen ursprünglicher Anschuldigungen wirft das baden-württembergische Innenministerium "Stuttgart 21"-Demonstranten nicht mehr vor, Pflastersteine auf Polizisten geworfen zu haben.

Stuttgart - Mitglieder einer Schülerdemonstration gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" haben am Donnerstag nicht, wie vom Landesinnenministerium zunächst angegeben, Pflastersteine auf Polizisten geworfen. Eine Sprecherin von Innenminister Heribert Rech (CDU) zog entsprechende Angaben am Abend zurück: "Da waren wir falsch informiert." Nach der Räumung eines besetzten Polizei-Lkw seien Plastikflaschen und kleine Steine geflogen. Ein Polizeisprecher sagte, es seien dabei keine Beamten verletzt worden.

Das Innenministerium hatte unter anderem mit den angeblichen Steinwürfen den harten Einsatz der Polizei gegen die Schüler gerechtfertigt, die gegen Baumfällarbeiten demonstrierten.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte bei schweren Auseinandersetzungen mit Demonstranten im Schlossgarten Wasserwerfer, Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Die Aktivisten hatten versucht, die Räumung des Parks mit Sitzblockaden zu verhindern. Etwa 400 Demonstranten wurden verletzt.

wit/dpa/dapd
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