Protzner Ex-CSU-General am Ende

Der ehemalige CSU-Generalsekretär Bernd Protzner steht wegen seiner Steueraffäre vor dem politischen Aus. Er wird nicht mehr für seinen Wahlkreis bei der nächsten Bundeswahl antreten.


Zieht nicht mehr für die Kulmbacher CSU in den Wahlkampf: Bernd Protzner
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Zieht nicht mehr für die Kulmbacher CSU in den Wahlkampf: Bernd Protzner

Kulmbach - Der CSU-Kreisvorstand im oberfränkischen Kulmbach sprach sich mit klarer Mehrheit dafür aus, Protzner nicht mehr als Kandidaten für die Bundestagswahl im Herbst zu nominieren. Dies bestätigte der geschäftsführende Vorsitzende der Kulmbacher CSU, Henry Schramm.

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt gegen Protzner, der verdächtigt wird, Steuern hinterzogen zu haben. Nach Auffassung des Finanzamtes Coburg hat er 1991 aus Umbauten an seinem Haus in Kulmbach unrechtmäßig Steuervorteile von rund 200.000 Mark (102.000 Euro) gezogen. Außerdem soll er die Umbauarbeiten an seinem Privathaus über die Firma seiner Frau abgerechnet haben.

Protzner bestreitet diese Vorwürfe. Der Bundestag hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Immunität Protzners aufgehoben. Als Konsequenz aus der Steueraffäre ließ der 49-Jährige auch den Kreisvorsitz seiner Partei ruhen.



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