Keine Großdemos mehr Ober-»Querdenker« Ballweg will monatelang pausieren

Das Verbot der Demo in Berlin wird akzeptiert – und auch sonst soll es in den kommenden Monaten keine Großkundgebung von »Querdenken« mehr geben. Das hat Initiator Michael Ballweg per Videobotschaft bekannt gegeben.
Michael Ballweg (im Mai in Stuttgart): »Aus diesem Grund, werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden«

Michael Ballweg (im Mai in Stuttgart): »Aus diesem Grund, werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden«

Foto: Christoph Schmidt / dpa

»Querdenken«-Initiator Michael Ballweg hat dazu aufgerufen, sich an das Verbot der »Querdenken«-Demo in Berlin zum Jahreswechsel zu halten. Er bat in einer an Heiligabend im Netz veröffentlichten Videobotschaft darum, »das Verbot der Demonstrationen in Berlin zu akzeptieren und am 30.12., am 31.12. und am 1.1. nicht nach Berlin zu fahren«.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die für den 30. Dezember in Berlin geplante »Querdenken«-Demonstration verboten wurde. Ursprünglich war die Demonstration, die sich gegen staatliche Beschränkungen in der Coronakrise richten sollte, an Silvester geplant. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt.

Ballweg kündigte in der Videobotschaft außerdem an, zunächst keine großen »Querdenken«-Demonstrationen mehr anzumelden. Mit diesem Rückzug im Winter sollten nach seinem Bekunden Kräfte für den Frühling gesammelt werden. »Aus diesem Grund werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden.« Dies empfehle er auch anderen »Querdenken«-Gruppen in Deutschland. Allerdings rufe er dazu auf, dass sich eine andere Organisation finde, die »in naher Zukunft« eine Großdemonstration anmelde.

Bei der großen »Querdenken«-Demonstration am 29. August in Berlin hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Abstandsregeln gehalten. Am 18. November war in Berlin eine ähnliche Demonstration von der Polizei mithilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

wal/dpa
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