Nato-Hauptquartier Türkische Soldaten beantragen Asyl in Ramstein

Sie wollen auf keinen Fall zurück in ihre Heimat: Mehrere türkische Soldaten und ihre Familien aus dem Nato-Hauptquartier in Ramstein haben politisches Asyl in Deutschland beantragt.
US-Transportmaschine über Ramstein

US-Transportmaschine über Ramstein

Foto: Ronald Wittek/ picture alliance / dpa

Die Lage in ihrer Heimat ist offenbar der Grund für ihre Entscheidung: Mehrere türkische Soldaten aus dem Nato-Hauptquartier im rheinland-pfälzischen Ramstein und ihre Familien haben politisches Asyl beantragt.

"Mehr als eine Person" habe einen solchen Antrag gestellt, sagte Paul Junker, Landrat im Kreis Kaiserslautern, SPIEGEL ONLINE. Der CDU-Politiker bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des SWR .

Wie viele türkische Soldaten politisches Asyl in Deutschland möchten, ist nicht bekannt. Ihre Anträge liegen jetzt beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), das die Entscheidung fällt. Wie lange dies dauern wird, ist unklar.

Insgesamt sind in dem Hauptquartier der Allianz auf dem amerikanischen Flugplatz in Ramstein rund 500 Soldaten aus allen Nato-Staaten stationiert, etwa 40 kommen demnach aus der Türkei.

Die Soldaten sollten laut SWR in Kürze wieder zurück in die Türkei verlegt werden. Dort gibt es nach dem gescheiterten Putsch gegen Staatschef Recep Tayyip Erdogan eine Verhaftungswelle, auch Tausende Soldaten wurden festgenommen.

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