Stimmenfang - Der Politik-Podcast "Reden wir über rassistische Strukturen, auch wenn es unangenehm ist"

Eine Mutter hat Angst um ihr schwarzes Kind, ein Sportler will nicht mehr schweigen, eine Politikerin offene Debatten. Was schwarze Deutsche aus Politik, Sport, Musik und Medien jetzt fordern.
Ein Podcast von Matthias Kirsch

Ob es jetzt 15.000 Menschen waren, wie die Berliner Polizei meldete, oder doch 50.000, wie andere Beobachter meldeten - auf jeden Fall waren es sehr viele, die am vergangenen Wochenende am Berliner Alexanderplatz gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert haben. Und nicht nur in Berlin, auch in Hamburg, München, Köln und in vielen weiteren deutschen Städten gingen die Menschen auf die Straßen. Der Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd bei der Festnahme durch einen weißen Polizisten hat auch hierzulande das Problem des strukturellen Rassismus an die Oberfläche gespült.

Wie nimmt die schwarze Community in Deutschland die Proteste wahr? In der neuen Folge des "Stimmenfang"-Podcasts hören wir die Stimmen von schwarzen Politikern, Musikern, Sportler, Medienschaffenden. Sie erzählen, was ihnen gerade durch den Kopf geht, worüber sie sich ärgern und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie fordern.

Zum Beispiel David Mayonga, Musiker und Autor. Er sagt im Podcast über die schwarze Gemeinschaft: "Wir haben uns innerhalb dieses Protests als unglaublich vielschichtige und wunderbare Masse erfahren. Und wir haben uns eine sehr laute, gemeinsame Stimme gegeben!" Aber er sagt auch, dass sich niemand die Illusion mache, dass der Kampf gegen Rassismus und strukturelle Diskriminierung vorbei sei: "Für uns geht es genauso weiter wie vorher."

Die Moderatorin Aminata Belli stellt fest: "Es ist ein großer Fehler unserer Gesellschaft, dass wir zu wenig schwarze Stimmen haben in Medien und Politik." Dadurch würden politische Entscheidungen beispielsweise oft aus rein weißer Sicht getroffen und die Anliegen der schwarzen Community in den Medien oft nicht ausreichend repräsentiert.

Und der DJ, Musikjournalist und -produzent Hubert Spangler warnt: "Es passiert gerade viel Symbolik, aber nur wenig Substanz. Und jeder fühlt sich gut, weil er beigetragen hat - aber es wird damit nicht weiter am eigentlichen Problem gearbeitet."

Außerdem kommen im Podcast die Politiker Aminata Touré und Karamba Diaby, der Ex-Basketballnationalspieler Marvin Willoughby, die Journalistinnen Thembi Wolf und Sarah Wiedenhöft sowie der Journalist Jean-Pierre Ziegler zu Wort.

Der ganze Podcast zum Lesen

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