Bund und Länder Hunderte Rechtsextremismus-Verdachtsfälle unter Polizisten

Wie rechts ist die Polizei? Nach SPIEGEL-Informationen registrierten Bund und Länder in den vergangenen Jahren Hunderte rechtsextreme oder rassistische Verdachtsfälle.
Polizist, Rechtsextremist (bei einer von einem NPD-Funktionär angemeldeten Demo im Juli 2020 in Eisenach)

Polizist, Rechtsextremist (bei einer von einem NPD-Funktionär angemeldeten Demo im Juli 2020 in Eisenach)

Foto: Michael Reichel/ dpa

Den Behörden liegen Informationen zu mindestens 400 Verdachtsfällen von rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Umtrieben unter Polizisten und Polizeianwärtern in den vergangenen Jahren vor. Das ergab eine SPIEGEL-Umfrage bei den Innenministerien von Bund und Ländern.

DER SPIEGEL 33/2020

Die dunkle Seite der Staatsmacht

Polizei, Bundeswehr, KSK: Wie rechts sind unsere Sicherheitskräfte?

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Die Bundesländer zählten seit 2014 rund 340 derartige Vorkommnisse. Bei der Bundespolizei waren es laut Bundesinnenministerium 36 rechtsextreme und 25 rassistische Verdachtsfälle seit dem Jahr 2012 sowie zwölf Fälle, in denen Beamte der sogenannten Reichsbürger-Bewegung nahestehen sollen. Bayern registrierte 18 mutmaßliche "Reichsbürger" in Uniform.

Kleine Länder wie Bremen und das Saarland gaben in der SPIEGEL-Umfrage nur ein oder zwei Verdachtsfälle an, die sich zudem nicht erhärtet hätten. Andere Länder wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen-Anhalt zählten bis zu zwei Dutzend Vorkommnisse. Hessen verzeichnete mit 70 Verdachtsfällen die mit Abstand höchste Zahl.

Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelgeschichte über rechte Netzwerke bei Polizei und Bundeswehr.

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