Rechtsextremismus NPD-Informant beim Verfassungsschutz in Mecklenburg- Vorpommern?

Eine kleine Anfrage der NPD im Schweriner Landtag hat nach Informationen des SPIEGEL Besorgnis im Innenministerium des Landes ausgelöst. Grund: Die Anfrage legt den Verdacht nahe, dass die Rechtsextremisten aus dem Behördenapparat gezielt mit Informationen versorgt werden.

Hamburg - Der NPD-Abgeordnete Michael Andrejewski hatte nach etwaigen Aufträgen von "Ministerien des Landes" für ein Darmstädter Software-Unternehmen gefragt, das unter strenger Geheimhaltung im EDV-Bereich des Verfassungsschutzes tätig ist. "Über diese Zusammenarbeit", so ein hochrangiger Beamter des Ministeriums, "wussten nur wenige Leute Bescheid."

Einen NPD-Maulwurf im Sicherheitsbereich hält er dennoch für ausgeschlossen, vermutlich habe "irgendwer achtlos gequatscht". Eine präzise Beantwortung der Fragen blieb der Regierung bislang erspart. Der NPD-Mann hatte den Firmennamen falsch geschrieben. Ein Unternehmen dieses Namens, so die vorläufige Antwort, sei ihr "nicht bekannt".