Genesenenstatus Dreimonatsfrist gilt nun auch im Bundestag

Was für die Bevölkerung bereits gilt, soll nun auch im Bundestag durchgesetzt werden. Der Genesenenstatus gewährt ungeimpften Abgeordneten nur noch drei Monate Zugang zum Plenarsaal und zu den Ausschüssen.
Auf der Tribüne im Bundestag dürfte es künftig voller werden – hier nehmen ungeimpfte und nicht mehr als genesen geltende Abgeordnete Platz

Auf der Tribüne im Bundestag dürfte es künftig voller werden – hier nehmen ungeimpfte und nicht mehr als genesen geltende Abgeordnete Platz

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Der Bundestag ändert seine umstrittene Genesenenregelung. Vom kommenden Montag an wird auch im Plenarsaal und den Ausschussitzungen der Genesenenstatus nur noch drei und nicht mehr sechs Monate gelten, wie die Bundestagsverwaltung den 736 Abgeordneten am Donnerstag mitteilte. Der Nachweis einer vorherigen Infektion muss demnach durch einen PCR-Test erfolgen.

Seit dem 14. Januar gelten mit dem Coronavirus Infizierte in Deutschland nur noch drei statt sechs Monate nach der Erkrankung als genesen. Im Plenarsaal des Bundestags sah das bislang anders aus.

Neue Regel gilt zunächst bis zum 13. März

Trotz der Verkürzung des Genesenenstatus für die Bürger galt im Bundestag in der vergangenen Sitzungswoche noch die alte Frist für den Zugang zum Plenum und zu den Ausschüssen. Dies hatte für Unverständnis und Kritik gesorgt. Die neue Regelung soll nun zunächst bis zum 13. März gelten.

Eine Verkürzung des Genesenenstatus im Plenarsaal wird wohl besonders AfD-Politiker treffen, da viele von ihnen Angaben zu ihrem Impfstatus verweigern oder die Impfung ablehnen. Laut aktueller Regelung gilt im Plenarsaal die 2G-plus-Regel: Wer an Sitzungen im Bundestag teilnehmen will, muss doppelt geimpft oder genesen sein – und einen negativen Coronatest vorweisen. Ohne aktuellen Negativnachweis teilnehmen dürfen Geboosterte und durchgeimpfte Genesene.

muk/dpa

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