Regierungssprecher Fischer und Schröder sind sich einig


Berlin - Zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) gibt es nach Darstellung von Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye keine Meinungsunterschiede zu dem britisch-amerikanischen Bombenangriff auf den Irak.

Die einhellige Meinung in der Bundesregierung sei: "Wir sprechen nicht über die USA, sondern mit ihnen", betonte Heye vor der Bundespressekonferenz am Mittwoch. Fischer hatte während seines Besuchs in Washington am Dienstagabend Verständnis geäußert und erklärt: "Wir haben die USA nicht zu kritisieren." Die Bundesregierung teile die Besorgnis der USA, dass die Region ein "großes Sicherheitsrisiko" darstelle. Zugleich begrüße sie es, dass die USA nach einer politischen Lösung suchten, hatte Fischer erklärt.

Heye meinte, von Seiten des Bundeskanzlers sei "keine zusätzliche Äußerung notwendig". Er verwies auf die bevorstehende Rückkehr Fischers aus USA. Der Außenminister werde dann im Einzelnen über seine Begegnungen berichten. Erhebliche Meinungsdifferenzen mit der französischen Regierung sah Heye nicht, obwohl Paris die Angriffe kritisiert hatte.



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