Religion Kardinal kritisiert Islam-Vertreter

Ist Mohammed nur ein Krieger? Für den deutschen Kardinal Karl Lehmann ist das Verhältnis des Islams zur Gewalt das Haupthindernis für einen Dialog mit dem Christentum.


Der Mainzer Bischof Karl Lehmann (r.) bei seiner Ernennung zum Kardinal im Februar 2001 durch Papst Johannes Paul II.
DPA

Der Mainzer Bischof Karl Lehmann (r.) bei seiner Ernennung zum Kardinal im Februar 2001 durch Papst Johannes Paul II.

Berlin - "Der Islam hat ein irgendwie doch ungebrochenes Verhältnis zur Gewalt: Der Gott, der sich immer durchsetzt, Mohammed ist ein Krieger, der siegt", sagte der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz laut Berliner "Tagesspiegel". Leid und Schmerz dürfe es aber nach Vorstellung des Islams eigentlich nicht geben.

Es sei auch schwierig, Gesprächspartner zu finden, erklärte Kardinal Lehmann. "Die offiziellen Repräsentanten des Islam in Deutschland kennen sich mit theologischen Dingen oft weniger aus und beschönigen die Dinge eher." Trotzdem gebe es keine Alternative zu einem Dialog, wenn er klar und zielstrebig geführt werde.

Über den Papst sagte Lehmann in dem Interview, nach seinem Eindruck habe das Kirchenoberhaupt trotz seiner angegriffenen Gesundheit "in den entscheidenden Dingen das Heft in der Hand". Im übrigen trage der Papst sein Leiden vorbildlich. "Das ist für viele Menschen, gerade kranke Menschen, sehr wichtig: Da steht jemand, der stellt sich seiner Aufgabe auch in der Krankheit."



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.