Renate Künast Aufsteigerin des Monats

Innerhalb eines Monats sprang die neue Verbraucherschutzministerin Renate Künast in der Popularitätsskala von Platz acht auf Platz drei. Weniger freuen kann sich die CDU: Umfragen sehen die Partei bei nur 36 Prozent.


Renate Künast
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Renate Künast

Mainz - Nach der repräsentativen Februar-Umfrage zum ZDF-Politbarometer sprang Renate Künast in der Liste der zehn wichtigsten Politiker mit 1,3 Punkten (0,3) von Platz acht auf Rang drei. Ein so starker Zugewinn innerhalb eines Monats wurde nach Angaben der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen bisher noch nie gemessen. Auf den Plätzen eins und zwei blieben wie im Vormonat Bundeskanzler Gerhard Schröder (1,8) und Außenminister Joschka Fischer (1,6). Bei der so genannten Sonntagsfrage hat die SPD ihren Vorsprung zur Union ausgebaut.

In der Gunst der insgesamt 1207 Befragten landete Finanzminister Hans Eichel hinter Künast auf Platz vier (1,1), gefolgt von CSU-Chef Edmund Stoiber (0,8) und FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle (0,4). CDU-Chefin Angela Merkel rutschte von Platz drei auf Rang sieben zurück auf 0,3 Punkte (0,9). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz verzeichnete ebenfalls starke Einbußen und fiel deutlich auf minus 0,5 (0,0) zurück.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut Politbarometer für die SPD 43 Prozent (+2) stimmen, die Grünen erhielten fünf Prozent (-1). Die CDU/CSU käme auf 36 Prozent (-2), die FDP auf sieben (+1) und die PDS unverändert auf fünf Prozent. Die anderen Parteien kämen danach auf vier Prozent. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt nach Angaben der Forschungsgruppe, die vom 12. bis 15. Februar zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragte, bei den großen Parteien 2,7 Prozentpunkte. Bei den kleineren sind es rund 1,4 Prozentpunkte.

Auch auf die Frage nach der Kanzlerkandidatur der CDU/CSU fiel Merkel im Februar deutlich zurück. Nur 20 Prozent wollen Merkel, 32 dagegen Stoiber, sechs Prozent sprachen sich für Merz aus. 38 Prozent haben keine Meinung. Bei den Unionsanhängern ist der Vorsprung von Stoiber noch deutlicher: 44 Prozent wollen Stoiber, 17 Prozent Merkel, zehn Prozent Merz. 25 Prozent wissen es noch nicht.

Im Vergleich zu Kanzler Schröder wird der Abstand Merkels immer größer: Wenn die beiden gegeneinander antreten würden, wären jetzt 60 Prozent für Schröder und 28 Prozent für Merkel. Wenn Stoiber dagegen Kandidat der Union wäre, würden sich 53 Prozent für Schröder aussprechen, 36 Prozent für Stoiber.



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