Rente Nun klebt auch die CSU Plakate

Goppel will auch kleben. Nach dem Fiasko seines CDU-Kollegen Laurenz Meyer mit der Plakat-Aktion gegen die Rentenreform der Regierung versucht sich CSU-Generalsekretär Thomas Goppel an einer eigenen Kampagne. Mit einem wenig angreifbaren Motiv.


Goppel und das CSU-Plakat
AP

Goppel und das CSU-Plakat

München - Das CSU-Plakat zeigt eine Schulklasse mit dem aufgestempelten roten Schriftzug: "Rentenopfer. Viel bezahlen, wenig kriegen?" CSU-Generalsekretär Thomas Goppel erläuterte, das Plakat solle Junge, Familien und Frauen darauf aufmerksam machen, dass sie von der Rentenreform stark benachteiligt werden.

Die Reform sei ein bürokratisches Monster, kritisierte Goppel. Das Versprechen der Bundesregierung, die Rentenbeiträge unter 22 Prozent des Einkommens und die Rente über 67 Prozent zu halten, sei eine Falschdeklaration. Er rechne damit, dass die Koalition ihre Vorlage erneut korrigieren werde.

Nach der Verabschiedung im Bundestag soll der Bundesrat am 16. Februar über die Rentenreform beraten. Die CDU hatte ihr Plakat, das Bundeskanzler Gerhard Schröder als Rentenbetrüger wie auf einem Fahndungsfoto zeigte, einen Tag nach der Präsentation wieder zurückgezogen, weil es auch in den eigenen Reihen auf Ablehnung gestoßen war.



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