Rente SPD-Vorstand nickt Riesters Konzept ab

Die erste Hürde ist geschafft. Nachdem in der letzten Zeit auch in den eigenen Reihen Kritik laut geworden war, hat der SPD-Vorstand jetzt die Rentenreformpläne vom Bundesarbeitsminister gebilligt.


Walter Riester
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Walter Riester

Berlin - Das Führungsgremium stimmte Riesters Konzept am Montag in Berlin nach den Worten des Bundeskanzlers und SPD-Vorsitzenden Gerhard Schröder mit deutlicher Mehrheit zu. Es habe auch Gegenstimmen gegeben, sagte Schröder. Am Dienstag soll die SPD-Bundestagsfraktion über Riesters Rentenpläne abstimmen, die er in der vergangenen Woche noch einmal geändert hatte, um den Gewerkschaften entgegenzukommen.

Riesters innerhalb der SPD lange umstrittenes Konzept sieht den Aufbau einer privaten Zusatzversicherung vor, die allein von den Arbeitnehmern getragen werden soll. Ab 2011 soll es einen Abzug bei den Rentenerhöhungen von jährlich 0,3 Prozent geben, um der Überalterung der Gesellschaft Rechnung zu tragen. Das Rentenniveau soll bis zum Jahr 2020 zwischen 67 und 68 Prozent gehalten werden, bis 2030 bei über 64 Prozent. Über die Rentenreform führt die Regierung mit der Opposition Konsensgespräche, die bis zum Ende des Jahres zu einer Neuregelung führen sollen.



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