Renten Müntefering warnt vor Alarmstimmung

Franz Müntefering hat die öffentliche Debatte über die Altersvorsorge kritisiert. Es werde eine unverantwortliche Alarmstimmung verbreitet, warnte der Arbeitsminister.


Dortmund - Die Dortmunder "Ruhr-Nachrichten" zitieren aus einem Brief an die SPD-Bundestagsfraktion. Bei der Altersvorsorge werde eine unverantwortliche Alarmstimmung verbreitet. "Wir haben immer gesagt, dass private Vorsorge nötig ist. Und wir haben die Instrumente geschaffen, mit denen sie auch möglich wird", erinnert der Minister in dem Schreiben an die Einführung der Riester-Rente.

Wer sich mit staatlicher Unterstützung um eine private Altersvorsorge bemühe, habe auch in Zukunft ein ausreichendes Einkommen im Alter. In dieser Legislaturperiode werde dafür gesorgt, "dass die Renten nicht gekürzt werden", heißt es in dem Brief weiter.

Zudem würden die Grundlagen geschaffen, dass ab 2012 das Renteneintrittsalter langsam schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben wird. Gleichzeitig müssten mehr Chancen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden. "Beides gehört zusammen", betonte der Minister.

Müntefering bekräftigte dem Blatt zufolge seine Absicht, nach einem Weg für eine Mindestlohnregelung in Deutschland zu suchen. "Wir wollen in diesem Jahr eine Lösung finden, die den Menschen nicht das Gefühl gibt: Nach oben ist der Deckel drauf und nach unten der freie Fall möglich", wurde Müntefering zitiert.



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.