Republikaner Verfassungsschutz will V-Leute abziehen

Ihre erfolgreichsten Jahre sind vorbei: Die Republikaner, einst wichtigste Partei der Rechtsradikalen, spielen keine größere Rolle mehr. Sie sind so unwichtig geworden, dass die Verfassungsschutzbehörden sogar die Beobachtung durch V-Leute beenden will.


Berlin - Amts- und Abteilungsleiter der Verfassungsschützer haben vor zwei Wochen bei einer Tagung in Saarbrücken eine entsprechende Entscheidung getroffen, berichtet der "Tagesspiegel am Sonntag". Schluss mit dem Einsatz von V-Leuten. In mehreren Bundesländern seien die Republikaner seit längerem kaum noch vorhanden. Bei der Tagung sei offen geblieben, ob die Partei überhaupt nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet werden soll. Dagegen hätten vor allem die Länder Niedersachsen und Bayern Bedenken angemeldet.

Bereits seit 2006 ordnet der Verfassungsschutz die Republikaner nicht mehr als rechtsextrem ein. Die Mitgliederstärke wurde im Verfassungsschutzbericht 2006 mit rund 6000 angegeben.

ler/dpa



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