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01. Februar 2001, 06:53 Uhr

Rindermassentötung

Bärbel Höhn bezweifelt die Rechtmäßigkeit

Die Tötung von 400.000 Rindern im Zusammenhang mit der BSE-Krise ist beschlossene Sache. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn rechnet allerdings mit Klagen gegen die Massentötung.

Bärbel Höhn mit einer Rinderhirnprobe für einen BSE-Test
DPA

Bärbel Höhn mit einer Rinderhirnprobe für einen BSE-Test

Hannover - Höhn bezweifelt die Rechtmäßigkeit der geplanten Aktion. In der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" sagte die Grünen-Politikerin, sie rechne damit, dass es Klagen geben wird, ob diese Marktbereinigung mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Die Aktion mache deutlich, dass die alte Agrarpolitik der EU geändert werden müsse.

Höhn wertete es aber als Teilerfolg von Bundesverbraucherministerin Renate Kühnast, dass ein Teil der getöteten Rinder dazu genutzt werde, die Interventionsbestände der EU mit BSE-getestetem Rindfleisch aufzufüllen. Das betreffe ungefähr die Hälfte der 400.000 Rinder und sei eine beachtliche Größenordnung, sagte Höhn. Sie plädierte dafür, in Zukunft die Rinderbestände in der gesamten EU zu verringern.

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