Aus für Bilfinger-Chef Roland Koch will nicht in die Politik zurück

Zurück in die Politik? Nach seinem Ausscheiden als Bilfinger-Chef hatte mancher CDU-Freund darauf gehofft. Doch Roland Koch winkt ab.
Roland Koch (im Mai 2014): Keine Zukunft in der Politik

Roland Koch (im Mai 2014): Keine Zukunft in der Politik

Foto: Uwe Anspach/ dpa

Wiesbaden - Unionspolitiker wollten Roland Koch zurück auf die politische Bühne holen, doch der ehemalige hessische Ministerpräsident will nicht. Nach seinem Ausscheiden als Vorstandschef des Bilfinger-Konzerns stehe er nicht mehr für politische Ämter zur Verfügung. Die entsprechende Meldung  der Onlineausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wurde am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa aus seinem Umfeld bestätigt.

Am Dienstag hatten sich mehrere Politiker der Union, unter ihnen der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), für ein politisches Comeback Kochs ausgesprochen. "Ich wünsche es mir, für die Union und für ihn", sagte Seehofer der Zeitung "Die Welt". Koch sei ein kluger Kopf. "Entscheiden muss er natürlich selbst."

Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, lobte Kochs politische Arbeit: Der 56-Jährige habe die Politik der CDU in den vergangenen 20 Jahren entscheidend mitgeprägt. "Über ein politisches Comeback, in welcher Form auch immer, würde ich mich freuen", sagte Pfeiffer.

Koch soll zum 8. August aus dem Bilfinger-Konzern ausscheiden. Als Grund wurden schlechte Nachrichten für das Unternehmen angegeben. Aus der CDU-Zentrale verlautete, so kurz nach der Bekanntgabe des Ausscheidens bei Bilfinger sei in der Partei eine Rückkehr in die Politik noch kein Thema.

vek/dpa
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