Erfurt Tausende demonstrieren gegen Rot-Rot-Grün

"Wer hat uns verraten - die Sozialdemokraten": Mit Sprüchen wie diesem haben in Erfurt rund 4000 Menschen gegen einen linken Ministerpräsidenten und eine rot-rot-grüne Landesregierung protestiert.
Demonstranten in Erfurt: "Unwohl, wenn die Linke an die Macht kommt"

Demonstranten in Erfurt: "Unwohl, wenn die Linke an die Macht kommt"

Foto: Jens-Ulrich Koch/ dpa

Erfurt - Mit Kerzen und Schildern sind rund 4000 Menschen in Erfurt auf den Domplatz gekommen, um ihren Unmut gegen eine rot-rot-grüne Regierung in Thüringen auszudrücken. Sie demonstrierten gegen das Bündnis von SPD, Linken und Grünen und einen möglichen linken Ministerpräsidenten.

Viele Teilnehmer wollten mit ihren Kerzen auch an die Kundgebungen von 1989 und den Fall der Mauer erinnern. Einige Demonstranten stimmten kurzfristig die deutsche Nationalhymne an, viele hatten auch eine thüringische Landesflagge dabei. Zu Wortgefechten kam es zwischen rechtsextremen und linken Demonstranten.

Zu der Kundgebung auf dem Domplatz hatte der stellvertretende Landesvorsitzende der Thüringer CDU-Mittelstandsvereinigung, Clarsen Ratz, aufgerufen. "Wir akzeptieren die demokratische Wahl, aber uns ist unwohl, wenn die Linke an Macht kommt", sagte Organisator Ratz vor Beginn der Veranstaltung, wie der MDR berichtete. 

Derzeit laufen Koalitionsverhandlungen zwischen der Linken, der SPD und den Grünen. Sollte am 5. Dezember Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gewählt werden, müsste die CDU erstmals seit 24 Jahren in die Opposition.

kha/dpa
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