Ex-Terroristen RAF-Trio lebt möglicherweise in den Niederlanden

Die ehemaligen RAF-Terroristen Staub, Garweg und Klette halten sich möglicherweise in den Niederlanden auf. Ermittler gehen einem Bericht der "Zeit" zufolge einer heißen Spur nach.

Alterssimulation des BKA: Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub, Daniela Klette
DPA/ BKA

Alterssimulation des BKA: Burkhard Garweg, Ernst-Volker Wilhelm Staub, Daniela Klette


Die Fahndung nach Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette läuft auch in den Niederlanden. Laut der Wochenzeitung "Zeit" vermuten die Ermittler dort einen möglichen Aufenthaltsort der ehemaligen RAF-Terroristen. Dafür spreche eine Handy-Ortung.

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Heft 22/2016
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In der vergangenen Woche ließen die Behörden der Zeitung zufolge eine Fahndung nach dem Trio im niederländischen Fernsehen ausstrahlen. Auf der Webseite der niederländischen Polizei heißt es, es sei nicht sicher, dass sich das Trio im Land aufhalte. "Es kann aber sein, dass sie sich als Touristen in Ferienorten ausgeben."

Die Ermittler gehen nach SPIEGEL-Informationen davon aus, dass das RAF-Trio nicht nur Geldtransporter, sondern auch eine Reihe von Supermärkten in Norddeutschland ausraubte. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Die dabei erbeutete Gesamtsumme soll nach Berechnungen der Polizei etwa 380.000 Euro betragen. Auf auffällige Übereinstimmungen verschiedener Überfälle war ein Kriminalbeamter im niedersächsischen Northeim gestoßen.

Bearbeitete Fahndungsfotos, datiert auf das Jahr 2016: Die Bilder sollen Burkhard Garweg (links) und Ernst-Volker-Staub zeigen
DPA

Bearbeitete Fahndungsfotos, datiert auf das Jahr 2016: Die Bilder sollen Burkhard Garweg (links) und Ernst-Volker-Staub zeigen

In dem Bericht der "Zeit" heißt es nun, Staub, Klette und Garweg würden ihre Überfälle "unmittelbar vor und nach Sonn- und Feiertagen" durchführen und damit einem bestimmten Muster folgen.

Ermittler des LKA gehen davon aus, dass Klette, Staub und Garweg auch mindestens fünf weitere Überfälle auf Supermärkte in Norddeutschland begingen, und zwar in Stade, Elmshorn, Celle und im Raum Osnabrück. Auch ein Überfall auf einen Rewe-Markt im Mai in Hildesheim wird den Dreien zugerechnet. Die Fahnder stützen sich auf Indizien, sichere Beweise, dass die Ex-Terroristen auch diese Überfälle begingen, liegen nach Behördenangaben nicht vor.

cte



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