Rüstungskonzern Rheinmetall Tests mit Uran-Munition in den siebziger Jahren


Berlin - Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in den siebziger Jahren am Standort Unterlüß in Niedersachsen Versuche mit uranhaltiger Muniton unternommen. Es habe "einige Beschüsse im zweistelligen Bereich" gegeben, bestätigte das Unternehmen.

Die Versuche mit der umstrittenen Munition hätten in enger Kooperation mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung stattgefunden, sagte ein Unternehmenssprecher. Alle Tests seien in der Nähe von Hannover auf einem Schießgelände, das Rheinmetall gehöre, unter freiem Himmel erfolgt. Als Ergebnis dieser Versuche habe sich das Unternehmen dann "kompromisslos" für die Wolfram- Technik und damit gegen uranhaltige Munition entschieden. Auch diese Entscheidung sei "in enger Abstimmung mit den Behörden und Ämtern" getroffen worden.



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