Rumänien Schröder plädiert für schnelle EU-Aufnahme

Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht Rumänien ab 2007 als Mitglied der Europäischen Union. Er wünsche sich, dass die Verhandlungen beim Europäischen Rat im November abgeschlossen werden könnten.


Bukarest - Schröder traf sich zu einem Gespräch mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Adrian Nastase in Bukarest. Dabei erklärte er, es sei seine feste Überzeugung, dass bei Beibehaltung der Reformdynamik, die Beitrittsverhandlungen mit Rumänien noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten.

Es sei sein Wunsch, dass beim Europäischen Rat im November der Abschluss der Verhandlungen festgestellt werden kann. Diese Erwartung sei nicht aus der Luft gegriffen, sondern ganz realistisch, sagte der Kanzler unter Verweis auf Gespräche mit der holländischen Ratspräsidentschaft. Er fügte hinzu: "Deutschland hat ein Interesse daran, dass das realisiert wird."

Schröder und Nastase unterstrichen die guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Beide Staaten seien füreinander wichtige Handelspartner, betonte der Kanzler. Die Handelsbilanz solle unter anderem durch mehrere Großprojekte verbessert werden, für die eine Wirtschaftsdelegation noch heute Verträge unterzeichnen will. Schröder unterstrich, die deutsche Wirtschaft zeichne sich dadurch aus, dass sie Rumänien nicht nur als Markt ansehe. Sie sei vielmehr daran interessiert, dass beide Seiten profitierten.

Nastase würdigte Schröder als großen Freund Rumäniens. Zugleich dankte er seinem deutschen Gast für die Unterstützung beim angestrebten EU-Beitritt Rumäniens sowie bei der bereits im Frühjahr realisierten Aufnahme seines Landes in die Nato.



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