Baerbock über Putin »Was er tut, ist Aggression hoch tausend«

Die Ukraine verlangt von der Nato eine Flugverbotszone – oder zumindest Kampfflugzeuge. Das Westbündnis denkt laut Außenministerin Baerbock nun tatsächlich über die Lieferung von Jets via Polen nach.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kritisiert Putin erneut scharf

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kritisiert Putin erneut scharf

Foto: IMAGO/Thomas Trutschel / IMAGO/photothek

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Wladimir Putin erneut scharf für seinen Krieg gegen die Ukraine kritisiert. Mit Blick auf die Sanktionen, die der Kremlchef als Aggressionen auffasst, sagte Baerbock in der ARD: »Das, was wir erleben, was er tut, ist Aggression hoch tausend.« Putin breche mit allen Regeln des internationalen Rechts, mit allen Regeln des menschlichen Miteinanders. »Seine Panzer bringen keinen Frieden, die bringen nur Leid.«

Baerbock rechtfertige darüber hinaus erneut die ablehnende Haltung der Nato gegenüber einer Flugverbotszone, die von der ukrainischen Regierung gefordert wird. Eine mögliche Folge einer Flugverbotszone: Nato-Flugzeuge müssten russische Flugzeuge abschießen. »Das hieße, wir wären direkt in diesen Krieg involviert«, sagte Baerbock. Man trage eine Verantwortung »für den Schutz der Menschen in der Ukraine«, aber man trage auch eine Verantwortung für Millionen von Europäerinnen und Europäern.

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Wladimir Putin hatte den Westen vor einer Flugverbotszone über der Ukraine gewarnt. »Jede Bewegung in diese Richtung wird von uns als Teilnahme des jeweiligen Landes an einem bewaffneten Konflikt betrachtet«, hatte er gesagt.

Der Ukrainekrieg dürfe nicht in einem dritten Weltkrieg münden, sagte Baerbock weiter. Stattdessen werde geprüft, ob die Nato über Polen Kampfflugzeuge an die Ukraine liefern könne. Das hänge damit zusammen, dass das ukrainische Militär lediglich Flugzeuge nutzen könne, die »noch des Typs aus der Sowjetunion sind«. »Die Vorbereitungen laufen, wie Polen diese Flugzeuge liefern könnte, ohne dass sie selber nicht mehr verteidigungsfähig wären.«

hba/Reuters
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