Saarland Schluss mit "Lex Lafontaine"
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) begrüßte die Entscheidung. Die allgemein als "Lex Lafontaine" bezeichnete Verschärfung des Pressegesetzes hatte im Saarland seit 1994 jegliche redaktionellen Zusätze bei Gegendarstellungen untersagt.
Mit der Korrektur des Gesetzes erfüllte der im September gewählte CDU-Ministerpräsident Peter Müller ein Wahlversprechen. Journalisten-Gewerkschaften hatten das bisherige Gesetz als verfassungswidrig kritisiert und als Versuch Lafontaines gewertet, gegen von ihm als "Schweinejournalisten" beschimpfte Pressevertreter vorzugehen.
Lafontaine, der nach der Bundestagswahl 1998 Finanzminister geworden war, war im März vorigen Jahres von allen seinen Ämtern zurückgetreten.