Gartenlaube angesteckt Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Brandanschlags auf AfD-Politiker

Ein Unbekannter soll in Sachsen-Anhalt eine Gartenlaube in Brand gesteckt haben, in der unter anderem ein AfD-Politiker schlief. Die Polizei schließt ein politisches Motiv für die Tat nicht aus.


Nur wenige Stunden nach einem Sommerfest der Jungen Alternative in Arendsee ist es zu einem Zwischenfall auf dem Gelände gekommen: Ein Unbekannter hat nach Angaben der Polizei eine Gartenlaube angezündet, in der ein AfD-Politiker und seine Freundin schliefen. Nach Informationen der Tageszeitung "Volksstimme" und des MDR handelte es sich bei dem Politiker um den 32-jährigen AfD-Kreischef des Altmarkkreises Salzwedel, Sebastian Koch. Er und seine Begleitung blieben unverletzt.

Laut Polizei war die 27-Jährige am Sonntagmorgen wach geworden, weil sie ungewöhnliche Geräusche vor der Laube bemerkt hatte. Durch ein Fester habe sie gegen 3.30 Uhr gesehen, wie eine unbekannte Person weglief. Unter einem Fenster der Laube bemerkte sie sogleich einen Brand und weckte den 32-Jährigen. Beide konnten das Feuer selbst löschen, wie der Polizeisprecher sagte.

Die Polizei ermittelt laut MDR wegen versuchter Tötung. Ein politisches Motiv werde für die Tat nicht ausgeschlossen, teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Stendal mit. Beamte des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt fanden einen Brandbeschleuniger. Nähere Angaben wurden unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht gemacht.

vks/dpa

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